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Dolomiten (2016) |
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Tag 1: Anreise nach Bad Aibling
8:00 Uhr - 7:00 Uhr oder vielleicht noch früher starten? Die 700 km lange Anreise ins oberbayrische Bad Aibling verspricht hitzig zu werden. Nicht nur wegen der unerwartet hohen Temperaturen im Spätsommer, Messdaten von Wetterstationen zeigen bis zu 39 °C an. Auch der Startzeitpunkt wird im Vorfeld heiß diskutiert. Wir einigen uns darauf um 8:00 Uhr loszufahren.
Wer nicht pünktlich ist, kommt nach. Jörg meldet sich mitten in der Nacht ab, er fährt später alleine los. Thomas überrascht uns mit seiner neuen BMW, bis zur Abfahrt hat er stillgehalten und nichts gesagt. Am Treffpunkt halten wir uns nicht lange auf und fahren los. Ab 11:00 Uhr macht uns die Hitze ordentlich zu schaffen und die Autobahn wird immer voller um so weiter wir Richtung Süden kommen. Um ca. 16:00 Uhr sind wir endlich am “Hotel Lindlhof” und können uns erstmal an einem Bier erfrischen. Kurz nachdem wir eingecheckt haben kommt auch Jörg schon angefahren.
Hat auch seine Vorteile, wenn man alleine fährt.
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Abends auf der Sonnenterasse vom “Sebastiani Bräu” in Bad Aibling. Leckeres Bier und was zum schlemmen. |
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Tag 2: Irrfahrt durch Nordtirol
Gefahrene Strecke: 419 km Fahrzeit: 9 Stunden 13 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 466 m - 1882 m
Bad Aibling - Arabba
Heute noch eine kurze Strecke nach Arabba in die Dolomiten fahren, so war der Plan. Unser Weg sollte uns durch Zell am See und anschließend über die Großglockner Hochalpenstraße zum Ziel führen. Dazwischen kam uns allerdings der Ironman, der heute in Zell am See stattfinden soll. Kurz bevor die gesamte Strecke gesperrt wurde, konnten wir den Ort zwar noch durchfahren, kamen allerdings an einer Stelle aus, wo an eine Anfahrt zur Großglockner Hochalpenstraße nicht mehr zu denken war. Ein hilfsbereiter Polizist in Kaprun konnte uns zumindest noch einen Weg zeigen der uns weiter führte ohne, das Ende des Marathons abzuwarten. Der eingeschlagene Weg verschaffte uns zu zusätzlichen 200 km Fahrtweg durch Nordtirol. Gegen 19:00 Uhr und somit mindestens 3 Stunden später als geplant schaffen wir dann unsere Tagesetappe und kommen am Hotel Olympia in Arabba an. Volker der diesmal eine etwas andere Anfahrt wie der Rest hatte wunderte sich schon wo wir bleiben würden.
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Ankunft im Hotel Olympia - Arabba |
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Tag 3: Entlang von Boite und Piave
Gefahrene Strecke: 183 km Fahrzeit: 6 Stunden 04 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 2242 m - 686 m Arabba - Andraz - Caprile - Cortina d’Ampezzo - Calalzo di Cadore - Auronzo di Cadore - Cortina d’Ampezzo - Cernadoi - Arabba
Heute lassen wir es ruhiger angehen denn die ersten beiden Tage hatten es in sich. Zum Glück ist es etwas kühler geworden und wir müssen nicht mehr so schwitzen. Wir fahren nach Cortina d’Ampezzo und folgen ab da der Boite bis der Fluss bei Perarolo di Cadore in die Piave mündet. Nun geht es entlang der Piave weiter
flussaufwärts. Unterwegs sehen wir dunkle Wolken aufkommen, die uns langsam aber sicher immer näher rücken. Ab Auronzo di Cadore drehen wir ab in Richtung Hotel. Irgendwie schaffen wir es noch gerade rechtzeitig, ohne richtig nass zu werden anzukommen. Andere haben weniger Glück. So nach und nach treffen immer weitere Motorradfahrer ein die es richtig erwischt hat und sorgen so für ein Gesprächsthema. Heute trifft beim Abendessen noch Klaus auf unsere Truppe, der leider auch kein Glück mit dem Wetter hatte. Aber nach einem 5 Gänge Menü sieht die Welt schon anders aus.
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Zwischenstopp am 2236 m hohem Passo di Giau |
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Tag 4: Pässetour I
Gefahrene Strecke: 182 km Fahrzeit: 6 Stunden 6 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 2249 m - 473 m
Arabba - Passo Sella - Corvara - Antermoia - Kastelruth - Wolkenstein in Gröden - Arabba
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Tag 5: Pässetour II
Gefahrene Strecke: 232 km Fahrzeit: 6 Stunden 38 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 2124 m - 599 m
Arabba - Kastelruth - Nigerpass - Passo Rolle - Passo Cereda - Agordo - Alleghe - Arabba
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Tag 6: Bitte rechts ranfahren “Allgemeine Verkehrskontrolle”
Gefahrene Strecke: 268 km Fahrzeit: 7 Stunden 21 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 2115 m - 678 m
Arabba - San Vigilio di Marebbe - Gassl - Anterselva di Mezzo -Sankt Veit in Defereggen - Lienz - Pustertaler Höhenstraße - Anras - Toblach - Cortina d'Ampezzo - Arabba
Das Wetter soll heute wieder schön werden. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Es verspricht mal wieder eine schöne Tour zu werden. Unser Weg führt uns vorbei an Antholz am Naturpark Rieserferner Ahrn weiter zur Landesgrenze nach Österreich.
STOPP
Bei Anterselva di Mezzo werden wir schlagartig in die italienische Bürokratie katapultiert. Leider haben wir die Zeichen, die ein Rollerfahrer der uns entgegenkam und uns noch warnen wollte nicht den nötigen Respekt gezollt. Es ist 11:00 Uhr, die Sonne erklimmt langsam ihren Höhepunkt und plötzlich werden wir von der Carabinieri rein
gewunken. Waren wir etwa zu
schnell? Nein, wir werden
darüber aufgeklärt das es
sich um eine allgemeine
Verkehrskontrolle handelt.
Uns empfängt nicht nur die
Carabinieri, sondern auch technische Sachverständige, sind wohl so was wie unser TÜV. Die Papiere werden verlangt, zwei von uns haben Pech und sind schon mal 30 € los, zahlbar mit EC-Karte. Auf die Nachfrage von einem aus unserer Gruppe ob Fotos von der Aktion erlaubt wären reagieren die Kontrolleure nicht besonders begeistert und sorgt wohl für eine besonders akribische Kontrolle. Als
Nächstes wird jedes Motorrad genaustens untersucht. Blinker, Bremslicht, Fahrlicht, Hupe, alle Maschinen ohne original Auspuff dürfen zur Lautstärkenmessung
und Winkel des Kennzeichenhalters. Upps, jetzt wird es spannend. Ausgerüstet mit einem digitalen Winkelmesser geht es an die Kennzeichen. An der Hälfte von unseren Maschinen gibt es nichts zu beanstanden. Der Rest darf
herumschrauben und biegen was der Kennzeichenhalter hergibt. Zwei haben Pech die 30 Grad werden nicht erreicht oder der Abstand zum Reifen reicht nicht mehr aus. Kostet nochmals je 70 €. Unsere Stimmung ist, als wir nach geschlagenen 70 Minuten bei gefühlten 30 °C endlich weiterfahren dürfen am Boden. Die nächsten Pechvögel werden schon aus dem Verkehr gezogen.
Den Rest des Tages können wir nicht mehr so richtig genießen. Selbst die Fahrt vorbei am Antholzer See und über den Staller Sattel lässt keine richtige Freude mehr aufkommen. Zu allem Überfluss kommen wir bei der Fahrt auf der Pustertaler Höhenstraße auch noch in einem ordentlichen Regenguss. Heute haben wir uns unser Feierabendbier wirklich verdient.
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Unsere von italienischen Beamten kontrollierten Motorräder |
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Auffahrt zum Staller Sattel von der italienischen Seite |
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Tag 7: Letzter Tag natürlich Kloster Irsee
Gefahrene Strecke: 378 km Fahrzeit: 8 Stunden 8 Minuten Höchster und niedrigster Punkt: 2125 m - 247 m
Arabba - Corvara in Badia - Bozen - Meran - Samnaun - Landeck - Irsee
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